Countdown bis Uganda & hallo Blog!

Am 12. Juli startet unsere Recherche-Reise nach Uganda. Ja: UNSERE Recherche-Reise – mein Lebens- und Geschäftspartner Matthias Eckert und ich haben vor einem Monat geheiratet. Deshalb bloggt hier nicht Karmalaya-Gründerin Tina EDER, sondern Tina ECKERT. Übrigens wird auch Matthias Eckert hier immer wieder ergänzend bloggen. Dies nur als Hintergrundinfo bzw. als Einstieg in meinen brandneuen (und ersten) Blog.
Uganda

Warum plötzlich bloggen? Weil sich bei mir und Karmalaya immer sehr viel tut – auch im Hintergrund, ohne dass unsere Teilnehmer bzw. die „Außenwelt“ davon etwas mitbekommt. Es gibt viele Vorbereitungsarbeiten für neue Projekte, es gibt neue interessante Menschen, mit denen man Pläne schmiedet und Visionen für nachhaltigen Voluntourismus teilt und ständig neue Ideen, um in Entwicklungsländern sinnvoll helfen und gleichzeitig den Volunteers einen unvergesslichen Freiwilligenaufenthalt ermöglichen und Sicherheit und Abwechslung gewährleisten zu können.

Und es gibt aufregende Länder-Recherchen. Besonders für die Zeit, in der ich „on tour“, also auf Länder-Recherche bin, wollte ich diesen Blog einrichten. Um erste Eindrücke mit euch zu teilen und um die Gefühle, die man eben beim „Erstkontakt“ mit einem Land hat, möglichst lebhaft und frisch transportieren zu können. Dies gilt jetzt aktuell gleich für Uganda. Für Uganda haben wir alles vorbereitet, zahlreiche Brainstormings und Meetings in unserem Büro in Salzburg gehabt, alle möglichen Projekte mit Bedarf skizziert, Gastfamilien kontaktiert, die Route erstellt, das Rahmenprogramm festgelegt und und und. Über 1 Jahr arbeiten wir mit unseren beiden Ungandischen Freunden und Partnern Godfrey und David an den Vorbereitungen. Beide waren in dieser Zeit in Salzburg. David ist letzte Woche nach über einem Jahr wieder zurück in seine Heimat geflogen. Nächste Woche wird er uns vom Flughafen Entebbe abholen – und mit uns die „Voluntour“ starten.
Wobei „Voluntour“ bitte nicht fälschlicherweise als „Touri“-Tour verstanden werden darf – das ist es natürlich gar nicht! Das Wichtigste ist für uns echtes soziales Engagement und die direkte Unterstützung im Ausland. Dazu müssen wir erst eruieren, was gebraucht wird, was Sinn macht, und uns intensiv mit den Menschen vor Ort austauschen, zuhören, hinsehen. Nicht alles, was wir Europäer als gut und praktisch befinden, funktioniert in Entwicklungsländern. Oft arbeiten wir, Karmalaya, zu Beginn mit bestehenden NGOs und guten Sozialprojekten zusammen. Im nächsten Schritt ist es unser Ziel, eigene nachhaltige Projekte zu initiieren – das wiederum können wir nur durch einen Teil der Reiseeinnahmen der Teilnehmer realisieren und durch unsere eigenen Mittel und Spenden. Es ist also immer ein gemeinsames Projekt, bei dem jeder, der mit Karmalaya reist, einen Beitrag leistet.

Volunteering in Uganda

Die Recherchereise im Juli ist für uns nach all der Planung deshalb zum einen ein aufregender und total spannender Anfang (weil: erste Schritte in einem neuen Land) und zum anderen ein Ende (weil es quasi unsere Vorbereitungen krönt und wir nun alles, was wir in der Theorie wissen und kennen, hautnah erleben und sehen werden). Mit Ende des Jahres möchten wir die ersten Volunteers entsenden können.

Mit Karmalaya beschreiten wir nun mittlerweile das vierte Jahr – seit der Gründung! Und es wird nie langweilig. Karmalaya wächst. Ich „wachse“. Ständig arbeite ich an der Weiterentwicklung – der beruflichen und der persönlichen. Beides ist wichtig. Gleichermaßen. Und es freut mich heute immer noch ungemein, wenn ich sehe, wie sich alles entwickelt, auch unsere Teilnehmer. Ich freu mich über ihre Berichte. Ich freu mich über die Dinge, die wir vor Ort bewirken. Ich freu mich, wenn ich bestehende Projekte in Nepal besuche und sehe, was alles passiert ist, wie weit wir gekommen sind. Und ab und zu muss ich schmunzeln, weil mir alles – auch nach fast vier Jahren – immer noch etwas unwirklich vorkommt. Karmalaya war 2009 „nur“ eine Idee. Eine Idee, die fast mein gesamtes Umfeld irgendwie komisch fand. Unterstützung gab es recht wenig. Umso mehr freut es einen dann, wenn es klappt. Und ich kann jeden nur darin bestärken, seine Visionen zu leben.

Zurück zu Uganda. Gestern haben wir unsere Impfungen aufgefrischt – v.a. Hepatitis A/B und Gelbfieber – und 3 Packungen Malarone als Malaria-Prophylaxe für uns gekauft. 10 Tage werden wir dieses Mal nur unterwegs sein und dabei neben den Kerngebieten um Entebbe und Kampala den Norden bis Gulu bereisen, die Nationalpark-Region um die Murchinson Falls, Jinja bei den Nil-Quellen und den Mabira Regenwald. In all diesen Orten werden wir primär mit unseren Partnern den Bedarf evaluieren, bestehende Projekte besichtigen, bei Gastfamilien übernachten und Uganda pur erleben. Über unsere Eindrücke werde ich hier berichten – mit Text, Fotos und Videos. In dieser Zeit ist das Office quasi auch „on tour“ – die Laptops sind dabei, eure Anfragen könnt ihr wie gewohnt via Mails (office@karmalaya.com) an uns senden. Telefonisch sind wir auch erreichbar. Für längere Infoberatungen werden wir Skype-Termine mit euch vereinbaren – live aus Uganda. Modern Travel-Business 🙂

p.s. Da dies ja mein erster Blog ist und ich mich im „Blogging“ erst orientieren muss, bin ich um jedwede Inputs, Insider-Tipps und Vorschläge das Blogging betreffend immer dankbar. Inputs, Insider-Tipps und Vorschläge das Reisen, Volunteering & Nachhaltigkeit betreffend sind natürlich ebenso gern gelesen – bzw. sogar noch lieber.

5 Gedanken zu „Countdown bis Uganda & hallo Blog!

  1. Danke für diesen informativen Beitrag. So wie es scheint werde ich nächstes Jahr auch nach Uganda reisen aus privaten Gründen, und schon aus diesem Grund werde ich diesen Blog weiterverfolgen. Und wenn es möglich ist, würde ich dich Tina früher oder später gern einmal dazu anschreiben, weil ich sicher ein Fragen haben werde was es in Uganda zu beachten gibt. Aber bis dahin ist noch einiges Zeit. Euch weiterhin viel Erfolg bei eurer Arbeit !!!

    • Hallo Sven, danke für deine Nachricht und dein positives Feedback. Schön, dass du nächstes Jahr nach Uganda reisen wirst. Es wird dir gefallen, ein tolles Land! Gerne kannst du mich, wenn es soweit ist, kontaktieren. Alles Gute derweil und liebe Grüße (noch) aus Uganda, Tina

    • Hallo Barbara – danke für dein Interesse. Gerne beantworte ich dir deine Frage: Voluntourismus ist die Verbindung aus „Volunteering“ (Freiwilligenarbeit) und Reisen. Wichtig ist uns dabei, dass alle beteiligten Seiten von den Aufenthalten profitieren (siehe auch „Über Karmalaya heart work & soul travel“):

      1. Die Teilnehmer
      Karmalaya vermittelt Freiwillige bedürfnisorientiert an sinnvolle Projekte in Nepal, Indien, Indonesien – und bald: Uganda. Sinnvoll arbeiten + nachhaltig reisen = Karmalaya heart work & soul travel. Das ist gut für die Teilnehmer, weil sie 1. Knowhow weitergeben und 2. selbst lebensverändernde Erfahrungen mit nach Hause nehmen können.

      2. Die Projekte
      Unsere Projekte im Ausland profitieren 1. durch neues Wissen und können 2. in gut platzierten Freiwilligen auch Menschen finden, die ihre Geschichte in die Welt tragen und Ressourcen freisetzen, die der Lokalbevölkerung zugute kommen.

      3. Karmalaya
      Karmalaya fokussiert auf „nachhaltigen Voluntourismus“, der sich am Menschen und der Umwelt orientiert, und bei dem alle Beteiligten von den Aufenthalten profitieren. Unsere Arbeit ermöglicht uns Recherchen für weitere Projekte – als Einsatzort für Volunteers sowie als förderungsbedürftige Einrichtungen, die wir langfristig unterstützen.

      Wichtig zu wissen: Voluntourismus unterscheidet sich durch Volunteering vor allem auch dadurch, dass man für den Aufenthalt bezahlt. Dabei zahlt der Teilnehmer natürlich nicht für die Freiwilligenarbeit an sich, sondern vor allem für das Rundum-Package (Beratung vor der Reise, Transfers im Land, Unterkunft und Vollverpflegung während des Aufenthalts, Trainings im Gastland, etc.) und die Projektfinanzierung. Dabei fallen bei einem 8-wöchigen Aufenthalt umgerechnet rund 25 Euro pro Tag für den Teilnehmer an. Karmalaya ist keine NGO, die Förderungen vom Staat bekommt. Durch die Reiseeinnahmen können wir in den Gastländern tatsächlich etwas bewirken, wir können Arbeitsplätze schaffen und finanzieren, Projekte unterstützen und initiieren, helfen – wo Bedarf ist. Und zwar langfristig, u.a. auch durch Mikrokredite, die wir an ausgewählte Projekte erteilen.

      Viele Grüße und bis bald, Tina

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